KOSFUGAT


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Thema des Monats

aktuelle Informatinen

Geplant habe ich auf dieser Seite einen informativen Teil zum Thema Gesundheit. Kritisch betrachtet, werde ich hier zu aktuellen Themen Stellung nehmen.

Thema des Monats Februar 2009.
Allergie
Noch ist es nicht soweit, aber bald fliegen die ersten Stäube und Pollen wieder durch die Luft. Und direkt in Ihre Nase und Ihre Augen. Wie jedes Jahr kommen unzählige Patienten mit immer denselben Problemen in die Arzt- und Heilpraktikerpraxen. Die Apotheken bieten ein reiches Sortiment an Medikamenten an, um allergischen Patienten zu helfen. Ob es nun einfach ein Heuschnupfen, eine Gräserallergie, eine Pollenallergie, eine Pferdeallergie, eine Hausstaubmilbenallergie, eine Mehlstauballergie, oder eine ganz andere Empfindlichkeit gegen irgendwelche Stoffe ist, für den Patienten ist es fatal. Aber woran liegt es eigentlich, dass immer mehr Menschen, bereits in jungen Jahren, solche Funktionsstörungen haben.

In meiner Broschüre:
Das Höhlensystem im Schädel- Einführung zur Höhlen-Punkt-Pressung, beschreibe ich die Veränderungen der mikrobiologischen Lebenspartner in unserem Körper. Bakterien, Viren und Pilze, sowie auch Parasiten in unzähliger Form begleiten uns ein ganzes Leben lang und sorgen als endogene Mikroorganismen für unsere Gesunderhaltung. Sind sie jedoch "krank", machen sie auch uns krank. Speziell im Höhlensystem im Schädel sind wir besonders gefährdet. Als Eindringort, vor allem für Infektionserreger, sind Nase und Augen besonders gefährdet. Nicht der einfache Schnupfen, der mal zwei Wochen dauert, sondern die chronische Form davon. Eine Mandelentzündung, durch Streptokokken verursacht, kann zwar Komplikationen in allen Körpersystemen auslösen (siehe Flyer KOSFUGAT, was verbirgt sich dahinter), ist aber in der Regel auch bald wieder abgeheilt. In der chronischen Verlaufsform sind sie jedoch immer da. Nicht immer aktiv, größtenteils schlummernd, immer in Bereitschaft. Sie besitzen die Fähigkeit, Nährstoffe aufzunehmen und ihre Stoffwechselprodukte abzugeben. Und sie geben sie an die Schleimhäute im Höhlensystem, wo sie leben, ab. Diese Stoffe sind Säuren, die die Schleimhäute verätzen. Dadurch können diese Schleimhäute ihre wichtige Selbstreinigung nicht mehr durchführen und der körperfremde und der körpereigene Abfall bleibt im Schleimhautbereich liegen. Kommen jetzt noch zusätzliche Reizstoffe hinzu, gibt es entzündliche Prozesse im Schleimhautbereich. Tränenfluss zur äußerlichen Reinigung und Nasenfluss zur innerlichen Reinigung sind die Folge. Die Einschwellung der Schleimhäute führt zur Verkrümmung der Nasenscheidewand, in der Augenhöhle wird es eng, der Augapfel wird zusammengepresst, die Kieferhöhlen, die Stirnhöhlen, die Siebbeinhöhle, die Eustachiröhre, die Mittelohren und die Innenohren sind ebenfalls betroffen. Tinnitus, Drehschwindel, Migräne, grauer Star und Glaukom schließen sich irgendwann an. Der entzündliche Prozess macht auch vor der größten Höhle keinen Halt- der Hirnhöhle. Ich leite in diesem Zusammenhang auch depressive Verstimmungen ab.
Die Lunge, der Magen-Darm-Trakt sind ebenso bald mit einbezogen wie die Organe im innern des Körpers.

Als Lösung des Problems sehe ich aber nicht die Desensibilisierung gegen Allergene an, auch nicht abschwellungsfördernde Medikamente, Kortison und Antibiotika, sondern ganz im Sinne von
KOSFUGAT die Selbstheilung mit der Höhlen-Punkt-Pressung -H-P-P- nach Hermanutz.
Mit der Höhlen-Punkt-Pressung nimmt der Patient seine Selbstheilung selbst in die Hand. Das Buch
Selbstheilung mit der H-P-P erscheint in kürze im Hermanutz Verlag. Bis dahin kann der Patient diese Therapie in meiner Praxis erlernen und dann selbst praktizieren.
Zusätzlich empfehle ich noch die
Immunstimulation mit Spenglesan Kolloiden (Kolloid G oder Kolloid K) zu gezielten Stärkung der Leukozyten und der Lymphozyten- der Abwehr-.

Thema des Monats Mai: Autoimmunerkrankung

Dieses Wort stellt für mich das
Unwort der Neuzeit dar. Kein anderes Wort ist gemeiner als dieses Wort in Bezug auf die Natur und unser menschliches Wesen. Warum sollte der Körper sich selbst zerstören?
Warum sollte unser Immunsystem, das sind unsere Leukozyten und unsere Lymphozyten, gegen andere eigene Körperzellen agieren?
Die Biologen und die Mediziner im vorigen Jahrhundert und davor haben sich mit der Mikrobiologie intensiv beschäftigt. Bakterien und Pilze in ihrer Sporenform und in ihrer Lebensform sind Inhalt vieler Forschungsarbeiten. Ihre Zwischenform -Viren- werden in der Biologie am Beispiel bei der Kartoffelfäule (Schwarzfleckenkrankheit bei Tomaten) sehr ausführlich beschrieben. Hier landen Sporen auf den Blättern der Kartoffel oder Tomaten, und können bei geigneter Witterung in ihre Lebensform als Pilze übergehen. Feuchte, nasskalte Witterung im Wechsel mit Hitze, lassen die Pilze gedeihen. Noch sieht man mit bloßem Auge nichts, keine Veränderung an den Blättern und, bei den Tomaten, an der Frucht. Die nächste trockene Witterungsphase lässt die Pilze wieder zurückfallen in eine niedrigere Lebensform, in ein virales Zwischenstadium. In diesem Stadium vermehren sie sich nicht, sind aber bereits in die Pflanzenzellen eingedrungen, und warten nur auf die passende Witterung oder Schwäche der Planze, um sich erneut zum Pilz zu entwickeln und sich zu vermehren. In der Pilzphase haben diese Mikroorganismen einen Stoffwechsel. Sie fressen was und geben was ab. Sie fressen der Pflanze ihre Nährstoffe weg und geben der Pflanze dafür ihr Stoffwechselprodukt zurück, das für die Pflanze giftig ist. Dadurch kommt es zum Zellzerfall der Pflanzenzelle. Man kann jetzt auf den Blättern der Kartoffel und der Tomate bereits einen glänzenden Schimmer erkennen.
Erneuter Witterungswechsel stoppt den Prozess kurzfristig, aber bis zu Erntezeit hat der Pilz sich über den Blattstengel bis in die Frucht fortgearbeitet. Nicht nur die Tomaten werden schwarz und und pilzig, auch die Kartoffel unter der Erde erleidet dieses Schicksal.
Der Gärtner weiß, dass die Beobachtung seiner Pflanzen, das rechtzeitige Entfernen der befallenen Blätter, die Frucht retten kann. Die Blätter müssen entsorgt werden- nicht auf den Kompost - damit die Sporen im nächsten Jahr nicht wieder aufs Neue loslegen können. Auch die Tomatenstützen müssen behandelt werden. Ein Pflanzplatzwechsel ist angeraten.

Was der Gärtner für seine Pflanze tut, wenn die Pflanze selbst zu schwach ist erscheint eine Selbstverständlichkeit zu sein. Er will ja schließlich ernten. Darum schneidet er rigoros und konsequent alle befallenen Pflanzenteile ab, ja er entfernt sogar befallene Pflanzen komplett aus dem Beet.

In uns Menschen gibt es die selbe Entwicklung wie in den Pflanzen. Infekterregende Mikroorganismen dringen in den Körper ein und warten auf den passenden Zeitpunkt, sich zu vermehren. Auch hier gibt es eine Sporenform, die sich zur Bakterie oder zum Pilz entwickeln kann. Auch eine Zwischenform - virale - wird vorhanden sein. Sitzt der Infekt bei einem Erkrankten z.B. in der Lunge, so kann er während der Entwicklungszeit der Krankheit bis zum sichtbaren Ausbruch, den Virus z.B. durch abhusten an seine Umgebung weitergeben.
Bleiben wir aber im Körper selbst. Die Erreger durchdringen die Körperzellmembran (Körperzellhüllen) und verändern die Zellkerne, die Zellfunktion. Die Zelle produziert unter Umständen sogar kleine Viren. Aber die nächste Entwicklung der Viren ist in Folge wieder eine Bakterie oder ein Pilz. So, jetzt schauen wir uns mal die Körperabwehr an. Natürlich darf sie im Blut, auf den Schleimhäuten ihre Arbeit tun. Die Medizin kontrolliert das sogar, indem sie die Blutkörperchen im Blut zählt. Die
"weißen Blutkörperchen sind erhöht" ist der trockene Ausspruch des Arztes. Bis zu einer bestimmten Anzahl toleriert er es auch (die Werte sind von der Medizin festgelegt). Aber dann: ist dieser Höchstwert überschritten, wird er nach unten korrigiert. Wozu?

  • Haben die Leukozyten (ich beschreibe sie gerne als Müllmänner), egal welcher Art, haben die Lymphozyten (das sind meine Polizisten) kein Recht von unserem Körper im Blutkörperchen bildenden roten Knochenmark auf Bedarf auch vermehrt hergestellt werden zu dürfen?
  • Warum sollen sie sich nur im Äußeren Bereich aufhalten dürfen, wenn die die mikrobiologischen Angreifer bereits in den Körperzellen gelandet sind und sich dort festgesetzt haben. Warum dürfen sie nicht auch in die Körperzellen eindringen und die Erreger egal in welchem Entwicklungsstadium die sich befinden, herausholen und "fressen"?


Dass die Körperzellen dabei zugrunde gehen, ist für mich klar. Sie waren es ja schon vorher.

  • Aber kann man hier wirklich von einer Autimmunerkrankung sprechen, bei der die weißen Blutkörperchen gegen eigenes Zellgewebe zerstörerisch vorgehen?
  • Oder muss man nicht sogar darauf hoffen, dass sie es tun?


In der letzten Zeit häufen sich in meiner Praxis die Fälle, wo es zur "Selbstzerstörung in den Nieren" kommt. Ein Blick in den Urin zeigt es aber anders. Dafür gab es nicht nur früher ein Dunkelfeldmikroskop, es gibt es auch noch heute. Und es gibt die geeignete Medizin zur Unterstützung der weißen Blutkörperchen bei ihrer Arbeit.
Andere Krankheitsbilder werden in den Medien ständig neu in diese Kategorie eingeordnet.
Haben Sie auch schon eine entsprechende Diagnose bestellt bekommen?
Näheres zur Lösung des Problems kann man bei einem
Termin in meiner Praxis erfahren.
Näheres kann man auch in meinem Buch "Selbstheilung mit der HPP- Höhlen-Punkt-Pressung" nachlesen, über die Zusammenhänge unseres Körpers mit den Mikroorganismen und der geeigneten Therapie.

Das Buch ist jetzt erschienen und kann bei uns in der Praxis schon gekauft werden.
Über den Buchhandel wird es noch ein paar Tage dauern. Über den Hermanutz-Verlag (Tel: 09803/940009) kann das Buch direkt bestellt werden (Am Eichenhain 36, 91598 Colmberg)

Euer Anton Hermanutz

Thema des Monats Oktober
Nach der Sommerpause ist es an der Zeit wieder ein Thema herauszugreifen.

Psychotherapie in Zusammenhang mit KOSFUGAT.

Der Begriff
KOSFUGAT und seine Bedeutung wurden von mir schon früher interpretiert. Auch der einzelstehende Begriff Körper.
Er umfasst die Körperbezogenheit, den Geist und die Seele.
Zur Zeit interessiere ich mich für den Teil, der bisher fast zu kurz gekommen ist. Die Seele oder die Psyche. In einer Fortbildung bei der Gesellschaft Therapeutische Hypnose lerne ich immer mehr die Verknüpfung meiner bisherigen Arbeit mit der Psyche kennen. Mein bisheriger Einstieg war jedoch nicht das Gespräch auf der Therapieliege, sondern der Einstieg über den Körper selbst. Die Ergebnisse waren gut, und werden es auch bleiben.
Ich habe die Sprache des Körpers kennengelernt und so den Einstieg in die Probleme erfahren, die meine Patienten zu mir geführt haben. Das Nebenbeigespräch hat sehr viel Einfluss auf die Therpie ausgeübt. Einer "Eingebung" folgend, habe ich Geschichten erzählt, und der Patient hat sich erinnert, was ihm selbst widerfahren war. Das brachte manche Probleme zur Auflösung.
In den Seminaren lerne ich nun zur Zeit die Grundlagen der Psychotherapie kennen. Nicht nur die Grundlagen, sondern auch, wie der Psychotherapeut die Patientenprobleme angeht. Nicht nur im Gespräch mit seinem Patienten, sondern überhaupt.
Die wissenschaftliche Seite der Psyche und ihren Erkrankungen sind für mich eine neue und interessante Herausforderung. Auch ihre Behandlungsmöglichkeiten.
Am interessantesten ist jedoch der hypnotische Anteil an der Therapie. Nicht die Schauhypnose wie im Fernseher oft gebracht (wo der Hypnotisierte den Deppen spielt), sondern die therapeutische Hypnose. Der Patient ist immer voll dabei und steuert selbst seine Offenbahrungen, er wird lediglich geführt.
So wie ich das bisher in meiner körperbezogenen Therapie mache. Ich zwinge den Körper nicht
das zu tun was ich will, ich ermögliche ihm das zu tun, was er nicht kann.

So lasse ich die Ausbildung auf mich zukommen und werde sehen, was ich in meinen bisherigen Behandlungsablauf einfließen lassen kann.


Euer Anton Hermanutz



Zum Thema:

Die Gesundheitsreform oder der Weihnachtsbaum

zu
Weihnachten 2010

Ein Gespräch unter Freunden

Hast Du sie gesehen?

Wen?

Die Gesundheitsreform!

Nein, aber den Weihnachtsbaum.

Grad schön war sie, als uns der Minister die Reform vorstellte. Auf gesunden Wurzeln gewachsen war sie, in bestem Fundament der sozialen Absicherung. Hundert Jahre alt war sie im Gesundheitswesen gereift. Alle Bürger sollten die Früchte der Reform genießen.

Ja, gerade wie der Tannenbaum den ich für uns für Weihnachten ausgesucht habe. Im Wald unter vielen Bäumen ausgesucht, war er der schönste Baum. Nur noch nicht ganz so alt. Und alle sollten ihn in unserem Wohnzimmer bewundern.

Ja, wie die Reform. Ganz Deutschland, ganz Europa, sogar die ganze Welt sollte sie bewundern.
Und wie er sie vorstellte, der Minister, haben seine Augen geleuchtet. Seine Stimme erschwoll in den höchsten Tönen. Nichts, aber auch gar nichts war gerechter und schöner. Dabei auch noch finanzierbar. So sagte er. Alle Bürger könnten durch sie sparen, die Krankenkassen und auch der Staat. Die Ärzte und Krankenhäuser würden noch mehr Kranke besser versorgen können. Die Apotheker könnten die Medikamente zu noch billigeren Preisen abgeben, und die Pharmazie würde noch bessere Medikamente entwickeln können, dank der gestiegenen Einnahmen. Die Medizintechnik würde ihr neuesten Errungenschaften noch besser in die Diagnostik einbringen können und dem Therapieeinsatz stünde nichts im Wege.

Genau so habe ich meiner Frau und den Kindern den Tannenbaum vorgestellt. Er war sehr preisgünstig, hatte früher gesunde Wurzeln, Dadurch wird unsere Haushaltskasse geschont, auch meine Augen leuchteten, denn mit dem gesparten Geld, habe ich gesagt, können wir neue Christbaumkugeln kaufen, einen neuen Christbaumständer und auch neues Lametta. Meine Kinder wollten wissen, was das ist. Naja, habe ich gesagt, das hängt man halt an die Zweige.

Wie bei der Reform. Was da alles dranhängt. Die Arbeitsplätze von tausenden Arbeitern und Angestellten, die die Krankenkassen verwalten. Die Arzthelferinnen und Krankenschwestern sowie Krankenpfleger. Die Techniker und Ingenieure, Chemiker und Maurer, Zimmerleute und was es sonst halt noch für Berufe gibt. Die Automobilindustrie..

Jetzt hör halt auf bevor Du die ganze Volkswirtschaft mit einbeziehst. Ich erzähl doch auch nicht die Geschichte vom Wald, den man vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Ich hab meinen Freund gefragt, ob mit seiner Motorsäge den Baum für uns im Wald abschneidet. Im Herbst hatte er Zeit dazu. In seiner Scheune hat er ihn derweil eingelagert, bis wir ihn brauchten. Er, der Baum war wirklich sehr schön, frisch geschnitten. Hatte starke Äste, zierliche Zweige und viele spitze Nadeln.Ich hab mir schon bildlich vorgestellt, wie wir davor stehen und „Ihr Kinderlein kommet“ singen.

Grad wie die Reform. Im Bundestag haben sie alle zugehört, was alles aus ihr werden kann, die Abgeordneten. Gesunde Alte Bürger, die ihr Geld noch besser für ihre Gesundheit investieren können, ohne Angst vor dem noch älter werden. Gesunde Arbeiter und Angestellte, die ihren Solidarbeitrag gerne leisten, weil es doch auch für sie ein Älterwerden gibt, mit der besten medizinischen Versorgung. Gesunde Kinder, die auch ihre Beiträge noch im hohen Alter entrichten können. Gesunde Ungeborene, die in eine gesunde Welt geboren werden.

Grad wie das Jesuskindlein am Heiligen Abend. Ich hab meiner Familie und der ganzen Verwandtschaft von meinem Baum erzählt. Und was man da alles dranhängen kann. Nicht nur Lametta, sondern auch Kugeln, Plätzle, Kerzen, eine schöne Christbaumspitze, Springerle und was halt sonst noch so gefällt.
Und nicht zu vergessen die ganzen Geschenke, die man unter den Baum legt. Meine Frau hat schon ein paar alte Pullover und Klamotten von den Großen versteckt, die sie dann einpackt und für die Kleinen unter den Baum legt. Auch ein paar Spielsachen, mit denen die Kinder nie gespielt haben, von denen sie gar nicht wissen, dass sie sie haben, sind schon im Geschenkkarton gebunkert. Ein paar neue Sachen haben wir auch schon übers Internet günstig organisiert. Ich hab sogar schon Originalschachteln von Markenspielzeug organisiert, wo man das alte Gschlamp einpacken kann. Ich habe einen Strategieplan entwickelt, wie ich die Geschenke, die ich im letzten Jahr gekriegt habe, an die Verwandtschaft neu verteilen kann, ohne dass einer was merkt. Man muss die Gäste dann halt getrennt einladen, dass keiner was merkt. Die Geschenkanhänger mit den Namen darauf sind auch noch die von den letzten Jahren. Das alte Geschenkpapier haben wir auch aufgehoben. Man muss halt beim Auspacken aufpassen, dass nichts zerreißt.
Es war ganz wichtig, im vorweihnachtlichen Rausch auf die Wünsche zu hören, die da so geäußert wurden. Bei den Kinderklamotten gibt’s da so einen Markentrend. Im Sparzwang sind die dann halt ausnahmsweise ausverkauft gewesen, sag ich. Meine Frau braucht auch jedes Jahr eine Kleinigkeit. Eine große Schachtel für die Kleinigkeit macht unterm Baum immer was her. Für die Schwiegereltern muss ich immer besonders umsichtig die Geschenke aussuchen. Da mach ich dann die Preisetiketten weg, dass sie nicht sehen, dass es fast nichts gekostet hat und dann kleb ich auf die Schachteln Preisschilder mit höheren Preisen drauf. Bei der Geschenkübergabe tue ich dann so, ab ob ich die versehentlich vergessen habe, sie wegzumachen.

Grad so ist es auch bei der Reform. Der Bürger muss nicht alles wissen, was hinter der Reform steckt. Umverpackungen sind ja nicht wirklich Mogelpackungen. Es ist ja was drin. Vorsorge, Nachsorge, Behandlungskosten werden ja als Notwendig betrachtet. Wenn man das bezahlt bekommt, muss man doch recht dankbar sein. Das muss einem auch die Praxisgebühr, Selbstbeteiligung oder die Beitragserhöhung wert sein. Da macht man es auch so, dass bestimmte Werte im Vorfeld herausgenommen werden um sie dann als neue Zugeständnisse wieder stückchenweise zurückzugeben. Und vor allem die Pflegeversicherung, das Sterbegeld und noch ein paar so Leistungen haben mit der Gesundheit nichts zu tun. Da kann der Betroffene ja anderweitig vorsorgen. Wie bei der Lebensversicherung. Das kann ein anderer Minister zu gegebenen Zeit mit einer anderen Reform auf problemlose Weise ja neu reformieren.
Aber jetzt sag doch mal, was ist aus Deinem Weihnachtsbaum geworden?

Wenn Du es unbedingt hören willst, dann horch.
Als ich ihn aufgestellt habe, natürlich im alten Christbaumständer, zu Weihnachten, sind leider schon die Nadeln abgefallen. Das Holz war hutzel trocken. Beim Aufstecken von der Christbaumspitze bin ich von der Leiter gefallen, habe mir das Knie verdreht und das Handgelenk verstaucht. Im Radio haben sie das Lied „Oh Du Fröhliche“ gespielt, meine Frau hat noch die Krippe gesucht, die ich schon im letzten Jahr an einen Liebhaber übers Internet verkauft habe, die Kinder waren im Schlittenfahren und die ersten Gäste haben an der Haustüre geklopft wie Maria und Josef, und gebeten: Lasst uns doch ein.
Aber traditionsgemäß hat keiner in die heilige Halle dürfen wo ich den Baum geschmückt habe. Lametta, Wunderkerzen, Springerle, Christbaumkugeln und Plätzle, die blöde Christbaumspitze, natürlich auch die Kerzen aus Wachs, -echtes Bienenwachs- ich achte auf Qualität, für alles habe ich einen Platz am Baum gefunden. Er war wirklich schön. Man hat gar nicht gesehen, dass er keine Nadeln mehr hat. Nachdem alle Geschenke um den Baum herum ausgelegt waren, ich habe anstandshalber den Platz für die fehlende Krippe freigelassen und meine Frau auch beruhigt mit den Worten: sie wird schon noch auftauchen.
Vor der Bescherung wird bei uns immer im großen Kreis ein gemeinsames Abendmahl eingenommen. Heuer hatte ich so ein ungutes Gefühl, wie bei einer Henkersmahlzeit. Es hat Fondue, diesmal mit Öl- das aus der Fritteuse, gegeben, wie immer mit falscher Rinderlende, Schweinkotelettfleisch als Schweinelendenersatz, der Metzger hat nichts besseres gehabt. Ein Salat und abgelaufene Soßen rundeten das Mahl perfekt ab. Die Getränke habe ich vorher warm gestellt, denn keiner mag ein warmes Bier und warmen Wein, aber unser Leitungswasser ist frisch und gut. Und dann kam die Bescherung. Traditionsgemäß bin ich vorausgeeilt und habe das Glockenspiel von meiner Mutter aufgezogen, und dabei die Feder überdreht. Dann war halt kein Glockenspiel. Pflichtbewusst habe ich dann meine echten Weihnachtskerzen angezündet, die Wunderkerzen entfacht und das Licht im Zimmer abgedreht, dass keiner die fehlenden Nadeln an meinem Weihnachtsbaum bemerkt. „Stille Nacht“ habe ich laut gerufen und dann sind alle hereingekommen.
Die Kindlein, die Ochsen und Esel, pardon, die Schwiegereltern und die anderen Gäste und haben voller Ehrfurcht auf den Weihnachtsbaum geschaut. Und ihre Augen haben geleuchtet. Der brennende Baum hat sich darin gespiegelt. Wie ich den Baum gesehen habe, wie er gebrannt hat, ist mir auch ganz warm ums Herz geworden. Nicht nur die Wunderkerzen, die echten Bienenwachskerzen, das dürre Holz, nein, der ganze Vorhang, die Couch, die Holzdecke, die Geschenke, sorgfältig ausgewählte Geschenke, haben gebrannt. Ich habe meine Frau noch beruhigt und gesagt: wenigstens die Krippe ist verschont. Aber sie ist schon gerannt und hat den Suppentopf zum löschen geholt. Sie hat es bald gemerkt, dass es kein Wasser sondern Öl war. Der Onkel hat die Bowle zum löschen eingesetzt.
Diese Heilige Nacht haben wir in der Turnhalle schlafen dürfen.

Grad wie bei der Reform. Was was wert ist, wird ersetzt. Was hilft, kommt weg. Es wird geblendet mit Firlefanz. Der Solidargemeinschaft wird vorgegaukelt, dass alles zum Besten steht. Opfer müssen gebracht werden. Und alle Beteiligten sind trotzdem dabei. Bis zum bitteren Ende.

Im nächsten Jahr mache ich aber alles anders. Ich such mir einen schönen Baum im Wald. An den hänge ich nichts. Er hat frische Nadeln, das reicht. Eine Teekanne mit heißem Glühwein nehme ich mit. Und den trink ich ganz allein.

Ich glaube, das ist auch das Schicksal der Reform. Am Ende steht jeder ganz allein da. Nicht nur der Minister, nein, auch der Bürger, also wir alle. Und Jeder bezahlt seine Zeche selbst.


Euer
Anton Hermanutz

31. Oktober 2010 Für Andrea und meine Freunde

Zum Thema

Veränderung

Ich war vor kurzem bei einer Schamanin zu Gast. Es war für mich eine Ehre, von ihr empfangen zu werden. Ich kenne sie schon seit einem Jahr, aber näher bekannt waren wir noch nicht.
Es begann mit einem kleinen Kennenlerngespräch. Dann wollte sie mein Geburtsdatum wissen. Ich nannte es ihr. Daraufhin begann sie, auf einem Stück Papier, verschiedene Wörter und Symbole zu malen.
Ihre Ausführungen begannen damit, dass ich in einem Jahr der Transformation geboren bin. Meine Eltern waren in dieser Zeit in diesem Zustand der Transformation. Des Weiteren wäre ich nach dem chinesischen Kalender ein Drache, ein weiteres Zeichen der Transformation. Sie fuhr mit weiteren Fragen an mich fort, die in Bezug zu meinen jetzigen Familienverhältnissen gerichtet waren. Und immer wieder tauchte der Drache auf. Ich musste immer wieder erstaunt nicken, wenn sie aus meiner Vergangenheit Zeitabschnitte wach rief, die für mich wegweisend waren. Auch meine Beziehung zu meiner Frau und meinem Sohn kamen zur Sprache. Ich war beeindruckt.
Dann legte sie Tarotkarten aus. Drei Stapel. Ich durfte mir einen aussuchen. Diesen nahm sie dann und legte die Tarotkarten aus. Sie erläuterte die einzelnen Karten. Ja, ich muss zugeben, meine Charaktereigenschaften und mein bisheriges Leben waren ganz gut getroffen.
Am Ende kam dann die Aufforderung, jetzt zu transformieren.
„Was soll ich darunter verstehen?“
„Es ist die Zeit der Veränderung! Verändere Dein Leben.“ - Diese Antwort war eine Aufforderung. Sie bekräftigte das mit der Äußerung: „Heute Abend wirst Du den nötigen Tritt erhalten“.

Nach diesem Gespräch begann ich mir über diese Begegnung Gedanken zu machen. Seit 30 Jahren dachte ich, ich bin nach chinesischem Horoskop eine Schlange. Nun denn, dann bin ich halt ein Drache
.
Aber was soll ich verändern?
Was wohl in meinem Leben?
Meine Geburt?
Meine Familie?
Mein Berufsleben?
Mich selbst?
Mein Lebensziel?
Meinen Lebensinhalt
Meinen Lebensauftrag?
Meine Lebensbegleiter?
Meinen Lebensrhythmus?
Meine Ernährung?
Meine Lebensgewohnheiten?
Meinen Lebensstil?
Meine Lebensfreude?
Meine Lebensziele?
Meine Träume?
Meine Zukunft oder die Vergangenheit?
Mein Leben?
In einem anschließend stattfindenden Heilungsritual waren noch mehr Teilnehmer anwesend. Es war in Sinne der südamerikanischen Schamanen ein für mich beeindruckendes Erlebnis. Der große Geist und Mutter Erde waren gerufen, um unsere Wünsche zu empfangen.
Die Wünsche nach Veränderung.
Auf der Heimfahrt gingen mir allerlei Gedanken durch meinen Kopf.

Erst Tage später hatte ich Zeit für eine ausgiebige Meditation.

Ich wollte wissen was Veränderung für mich bedeutet.

Dabei tauchten folgende Bilder und Fragen auf:
Weiß ich, wo ich bin?
Ich betrachte das als die Kernfrage. Zuallererst muss ich wissen, wo ich bin, bevor ich etwas verändern kann.
Wenn ich mich selbst verändern soll, wer gibt mir das an?
Ein Kapitän, der nicht weiß, wie seine Position ist, sollte seinen Kurs nicht ändern, auch nicht auf Befehl. Der Kompass und der Sternenhimmel verraten ihm seine Position.

Wo bin ich?
Wo will ich hin?
Wo soll ich hin
Wer bestimmt das?
Bin ich nicht da, wo ich bin, auf der sicheren Seite?

Das Ergebnis der Meditation war, dass ich zuerst meine Position bestimmen muss, bevor ich etwas verändere.

Einige Tage später, viele Gedanken gingen in der Zeit durch meinen Kopf, war es Zeit, wieder zu meditieren. Und ich hatte Zeit.

Ich war vor einer Tür zu einem Raum, durch den ich durchgehen sollte. Ich kenne den Raum. Wenn ich durch die Tür gegangen bin, sind es genau zehn Schritte geradeaus zu der Tür gegenüber, durch die ich den Raum wieder verlassen kann. Dort soll ich hin. In den Wänden links und rechts sind auch Türen, die in andere Zimmer führen. Der Raum ist ein Zimmer in einem großen Haus.
In dem Raum ist es dunkel. -Kein Licht?-. Ich gehe trotzdem in den Raum. Nach dem dritten Schritt stößt mein Fuß gegen einen Widerstand. Ich weiche aus nach links. Wieder ein Widerstand. Umso öfter ich ausweiche, umso mehr Widerstände bauen sich auf. Orientierungslos hetze ich in dem Raum umher, bis ich auf eine Tür stoße. Ich öffne die Tür. Ich bin aber nicht in dem Raum zu dem ich wollte, sondern in einem Anderen. Auch wenn hier Licht ist, ich weiß nicht wo ich bin. Das Haus ist groß. Und es hat viele Zimmer.

Ein neues Bild tut sich auf.

Wieder stehe ich an der Tür zu dem Raum, es ist wieder Dunkel. Wieder gehe ich hinein und wieder stößt mein Fuß nach dem dritten Schritt gegen einen Widerstand. Doch ich gehe nicht weiter, sondern drei Schritte zurück zu meiner Tür, durch die ich eingetreten bin. Ich öffne sie und verlasse den dunklen Raum. Ich bin wieder hier im Leben, das ich kenne.

Zeit zum Nachdenken hatte ich in den vergangenen Tagen nicht viel.

Aber meine Gedanken schweiften öfter in vergangene Zeiten.

Als ich meine Abschlussprüfung für Manuelle Therapie hinter mir hatte, wollte eine Kollegin, sie hieß Gabriele, mein Geburtsdatum wissen. Nachdem ich es ihr sagte, begann sie mir zu erzählen:
„Du bist auf Deinem Weg. Es ist der Weg zum Licht. Du siehst es in weiter Ferne. Einen hellen Punkt. Nicht mehr. Du gehst auf Deinem Weg in Richtung dieses Lichtes, aber am Wegrand sind oft Dinge, die Dich interessieren. Auch Gabelungen und Kreuzungen sind auf Deinem Weg. Du gehst oft vom direkten Weg ab, um Neues zu finden. Du hast auch Wegbegleiter, die das Neue mit Dir erleben und Dir erklären. Doch sie verlassen Dich auch wieder, damit Du Dich wieder an Deinem Licht orientieren kannst. Und dem kommst Du immer näher. Du wirst erkennen, dass das Licht keine Laterne ist, die für Dich brennt, sondern das Licht Deines Lebens.“

Und ein Begleiter kam. Ein schottischer Arzt lehrte mich, die Skelettprobleme, die mich plagten,aufzulösen. Daraus entwickelte ich eine neue Therapie. Meine Skelett-Statik-Korrektur.

Zwei Jahre später lernte ich wieder eine Gabriele kennen. Sie war meine Lehrerin für traditionelle chinesische Medizin und Qi-gong (Meditation). Sie führte mich in Qi-gong ein und ich erlebte in diesen Meditationen sehr viel Erfüllung. Ich durchlebte in den Meditationen die Stadien meines bisherigen Lebens und erhielt neue Impulse für meine Therapiekonzepte.

In ihren Seminaren lernte ich einen Heilpraktiker kennen, der mit der Dunkelfeldmikroskopie einen Tropfen Blut betrachtete und daraus Schlüsse zog, die mich verblüfften. So begann ich den Einstieg in die mikrobiologische Welt und den Pleomorphismus.

Ebenfalls über diese Gabriele lernte ich ihren Lehrer Lama Ganchen Rinpoche kennen. Einen tibetischen Lama, der am Lago Maggiore lebt. Ihm verdanke ich die Inspiration zu Selbstheilung mehr als jedem anderen.

In dieser Zeit entstand der Begriff KOSFUGAT.

Es ist der Inbegriff meiner Therapie, die auf einem gewachsenen Fundament entstanden ist.
Es ist sogleich meine eigene Behandlungsphilosophie.

Als ich mein erstes Buch fertig hatte, schrieb Lama Ganchen Rinpoche das Vorwort zu diesem Buch. Als ich ihm die erste Ausgabe als Geschenk überreichte, bedankte er sich mit den Worten: „I wish you good luck for your way“. ( „Ich wünsche Dir viel Glück auf Deinem Weg“.)

So soll es sein. Er verabschiedete sich wie alle meine Begleiter, in Freundschaft und gegenseitiger Hochachtung.

Danach habe ich noch weitere Begleiter kennen gelernt. Unter anderem meine Lehrer in meinem jetzigen Interessengebiet, der Psychotherapie in Hypnose. Auch Sie werden mich eine Zeit lang begleiten.

Auch meine Familie wird mich weiter begleiten auf meinem Weg.

Ich sehe immer noch mein Licht, auch, wie es näher rückt.
Ich kenne meine Position.
Ich habe mein Ziel vor Augen.
Und es kam wie es kommen musste.
Und es kommt wie es kommen muss.
Ich werde nichts verändern.

Die Unschlüssigen werden kein Licht sehen, sie kennen nicht ihre Position, sie haben kein Ziel, sie haben nichts angenommen und sie werden auch nichts annehmen.
Sie werden ständig verändern und sich dabei verlieren und verirren.
Und sie werden ständig auf der Suche nach neuen Wegweisern sein, nach neuen Lehrern und Meistern, nach neuen Lebensinhalten und Lebenszielen.

Abschließend möchte ich der ganzen abenteuerlichen Begegnung mit meiner Schamanin aber trotzdem etwas positives abgewinnen. Vielleicht war das der Grund meiner Begegnung mit ihr. Denken wir nochmals an die Wegbegleiter.

Ich war gelegentlich im Zweifel, ob mein Leben in der Form noch meinen Vorstellungen entspricht. Gewisse Probleme der letzten Jahre ließen Zweifel aufkommen. Ja, ich war mir nicht sicher, ob das alles noch so passt. Das Leuchtfeuer am Horizont flackerte.

Diese Gedanken müssen verändert werden.
Ich werde es verändern.
Zurück in die klare Position.
Zurück zum klaren Ziel.
Es kommt wie es kommen muss, ich nehme es an.
Ich sehe mein Licht klarer als jemals zuvor.



Ich danke Andrea, einer meiner Wegbegleiterinnen, dass sie mir die die Begegnung mit Lili, der Schamanin, ermöglicht hat. Ich danke auch all denen , die das Heilungsritual mit Lili miterlebt und mit Liebe und Leben erfüllt haben.
Und ich danke Lili als Wegbegleiter.

Euer
Anton


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12.03.2009 | info@kosfugat.de

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